Im Gras liegende Frau

Häufigkeit und Verlauf einer Heuschnupfenerkrankung

Die allergische Rhinitis ist eine der häufigsten Atemwegserkrankungen und die häufigste immunologische Erkrankung überhaupt. Die Häufigkeit in Europa und vielen anderen Ländern der Erde nimmt seit Jahrzehnten deutlich zu.

Häufigkeit und Verlauf einer Heuschnupfenerkrankung

Heute wird davon ausgegangen, dass ca. 25-30% der Erwachsenen und sogar 30-40% der Kinder von Allergien betroffen sind. Obwohl die zugrundeliegenden Mechanismen identisch sind, kommt es doch durch den unterschiedlichen Verlauf zu verschiedenen Krankheitsbildern.

Wie verläuft eine Heuschnupfen-Erkrankung?

Krankheitsauslöser sind hauptsächlich die über die Atmung aufgenommenen Pollen von windbestäubenden Gräsern, Bäumen und Kräutern. Typischerweise beginnt der Heuschnupfen mit Juckreiz in der Nase, Rötung und Fremdkörpergefühl an den Bindehäuten der Augen, gelegentlich Brennen und Juckreiz der Mundschleimhaut, des Rachens und der äußeren Gehörgänge.

Je nach Intensität des Pollenflugs beginnt dann oftmals schlagartig das Vollbild der Erkrankung mit weißlich-wässriger Schleimbildung in der Nase, massivem Juckreiz, anfallsartigen Niesattacken und Nasenatmungsbehinderung. Nach ca. einer Woche Krankheitsverlauf tritt ein reduziertes Riechvermögen hinzu.

Bei Mitbeteiligung der Augenbindehäute (in ca. 70 - 90% der Fälle mehr oder weniger vorhanden) kommt es zur Zunahme des Juckreizes in den Augen, zu Tränenfluss und Rötung der Bindehäute. Hinzu kommt regelmäßig eine Lidschwellung und Lichtscheu.

Therapie kann Fortschreiten der Erkrankung verhindern

Unbehandelt führt die andauernde Schleimhautschwellung mit Notwendigkeit zur Mundatmung oft auch zu Reizerscheinungen in Rachen und Kehlkopf, bis zu Heiserkeit und Räusperzwang.

Für manche Betroffene sind die Beschwerden lediglich lästig und klingen nach der Pollenzeit rasch ab. Für viele ist dagegen die Lebensqualität stark beeinträchtigt, etwa durch schlechten Schlaf, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Hörminderung und grippeähnlichen Beschwerden (daher die alte Bezeichnung „Heufieber“).
Gemeinsam mit den Symptomen tritt bei diesen Patienten dann ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Schwäche, Müdigkeit und Abgeschlagenheit auf und die Patienten sind in Ihrer Lebensqualität erheblich eingeschränkt. Die Betroffenen können keinen Sport im Freien betreiben, nicht an Grillpartys teilnehmen, schlafen schlecht u.s.w.

Zentrale Rolle von entzündungshemmende Medikamenten bei der Behandlung.



Der frühzeitige Einsatz hochwirksamer entzündungshemmender Medikamente kommt in der Behandlung des Heuschnupfens eine zentrale Rolle zu.



Juni 2011

Bild-Quelle: shutterstock.com, © Mandy Godbehear

Autor: bsmo-Redaktion

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