Im Gras liegende Frau

Pollensaison – Wann spricht man von Heuschnupfen? – Praktische Tipps zum Umgang!

Symptome: Augensymptome oft stärker beeinträchtigend als eine laufende Nase

Bei Heuschnupfen nicht zu unterschätzen sind die Beschwerden auf die Augen. Eine Studie in Frankreich mit 980 Patienten1 hat nun den Einfluss der Allergiesymptome auf die Lebensqualität der Patienten genauer untersucht und dabei Folgendes herausgefunden:

  • Die häufigsten beobachteten Symptome sind Augensymptome: An Bindehautentzündungen und geschwollene Lider litten rund 68% der befragten Patienten.
  • Auch körperliche Abgeschlagenheit wurde als sehr beeinträchtigend bewertet.
  • Klassische Symptome wie die laufende Nase (Rhinorrhö) sowie Niesen und eine verstopfte Nase kamen zwar häufig vor (jeweils bei mehr als 80% der Patienten), hatten jedoch geringeren Einfluss auf die Lebensqualität.

Habe ich nun Heuschnupfen oder nicht?

Jeder Patient mit Verdacht auf eine Pollenallergie sollte sich vom Arzt (z.B. HNO oder Lungenfacharzt) untersuchen lassen, raten Experten des Deutschen Allergie- und Asthmabunds (DAAB). Dies ist vor allem auch wichtig um herauszufinden, gegen welche Pollen der Körper allergisch reagiert und um frühzeitig eine mögliche Behandlung abzuklären.

Sind Sie sich unsicher, ob ein Allergierisiko besteht, kann auch ein erster Selbsttest hilfreich sein, den Sie auch ausgedruckt zu Ihrem Arzt mitnehmen können. Die Krankenversicherung AOK empfiehlt zum Beispiel einen solchen auf ihrer Webseite:
[http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/testen-sie-sich-allergierisikotest-19932.php]

Tipps – wie komme ich gut durch die Allergiezeit?

Außerdem lassen sich mit ein paar einfachen Tipps die Monate, in denen ein starker Pollenflug herrscht, besser überstehen:

  • Mit Hilfe eines Tests die Auslöser finden und deren Flugzeiten kennen lernen. Diese Zeiten sollten sie dann meiden. Laut der AOK ist dies ebenso wichtig wie eine medikamentöse Behandlung.
  • Nutzen Sie dazu z.B. eine Pollenflugvorhersage (z.B. die AllergieHelfer App)
  • Vermeiden Sie nachts bei offenen Fenster zu schlafen
  • Lüften Sie möglichst nicht zu den besonders aktiven Pollenflugzeiten (Verstärkter Pollenflug erfahrungsgemäß auf dem Land 6-10 Uhr, in der Stadt zwischen 10 und 13 Uhr)
  • Duschen Sie sich häufig und waschen Sie sich häufig die Haare
  • Denken Sie, nachdem Sie im Freien waren, daran: Pollen haften an Ihrer Kleidung, ggf. Kleidung wechseln
  • Aufenthalte im Freien reduzieren und ggfs. ein Heuschnupfenmittel mitnehmen

GSK

Referenzen:

1 Bousquet P, J, Demoly P, Devillier P, Mesbah K, Bousquet J, Impact of Allergic Rhinitis Symptoms on Quality of Life in Primary Care. Int Arch Allergy Immunol 2013;160:393-400

Quellen:

  1. http://www.wochenblatt.de/nachrichten/deggendorf/ueberregionales/Heuschnupfen;art5567,165975
  2. http://www.wetter.de/cms/aktuell/wetter-ostern.html
  3. http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/allergien/article/831153/heuschnupfen-verquollene-augen-stoeren-meisten.html?sh=1&h=1104639254
  4. http://bezirke.morgenpost.de/mitte/spasskiller-heuschnupfen
  5. http://www.derwesten.de/gesundheit/heuschnupfen-behandeln-sonst-droht-asthmaid7705659.html
  6. http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/hasel-und-erlenpollen-plagen-allergiker-2013-besonders-frueh-a-876627.html
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Prof. Dr. Ludger Klimek

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